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Geschichten

Die Geschichten, die wir Ihnen zu erzählen haben, sind einzigartig. Denn für uns ist jedes Kind besonders und individuell – auf seine ganz eigene Art und Weise. Die Namen der Kinder aus den folgenden Geschichten sind geändert. Gerne möchten wir Sie an dieser Stelle an den täglichen Erlebnissen unserer Arbeit teilhaben lassen:

Lilly ist 4 Jahre alt und hat seit 2 Monaten Diabetes.

Seit der Diagnosestellung hat sich das Leben der Familie auf einen Schlag stark verändert. Viele Dinge müssen neu sortiert und geregelt werden – und im Mittelpunkt steht die optimale Versorgung von Lilly in allen Lebenslagen.
Auch im Kindergarten, den Lilly täglich von 8 bis 15 Uhr besucht, ist durch die Diagnose plötzlich alles anders. Die Erzieherinnen sind verunsichert: wie wirkt sich die Krankheit aus? Was muss nun beachtet werden und was kann im schlimmsten Fall passieren?

Als die betreuende Ärztin in der Kinderklinik die Sorge der Eltern hört, wie das nun im Kindergarten besonders mit den Mahlzeiten weitergehen solle, nimmt sie Kontakt zu unserem Pflegedienst auf und erkundigt sich, ob wir Lilly zur Mittagessenszeit im Kindergarten betreuen können. Da dies für uns organisatorisch möglich ist und die Krankenkasse der Kostenübernahme für die Versorgung zustimmt, nehmen wir Kontakt zu Lillys Eltern und der Kindergartenleiterin auf und besprechen den angedachten Ablauf unserer Begleitung.

Seitdem fahren wir jeden Wochentag zur gleichen Zeit zu Lilly in den Kindergarten. Sie sitzt meistens schon am Tisch wenn wir kommen und wartet, dass „unser Programm“ startet. Nach der Blutzuckermessung überlegen wir anhand des aktuellen Wertes welcher der nächste Schritt sein muss. Ist der Blutzucker zu niedrig? Dann wird sie erst einmal eine schnelle KE (Kohlenhydrateinheit) zu sich nehmen, d.h. direkt essen. Ist er zu hoch? Dann muss erst mit Insulin korrigiert werden. Danach schauen wir mit Lilly zusammen was es zu Essen gibt und bestücken mit ihr den Teller… immer mit dem Blick auf die Kohlenhydrateinheiten! Nun wird anhand ihres individuellen Therapieschemas errechnet wieviel Insulin für diese Mahlzeit nötig ist. Nach Überprüfung der korrekten Lage des Katheters der Insulinpumpe wird das Insulin verabreicht und sie kann endlich essen.

Wenn Lilly auffällige Werte am Vormittag hatte, sprechen uns die Erzieherinnen an und erkundigen sich ob ihr Handeln richtig war bzw. was sie beim nächsten Mal anders machen sollten. Seit wir regelmäßig mittags zu Lilly kommen, fühlen sich die Erzieherinnen im Umgang mit Lillys Diabeteserkrankung sicherer. Sie schätzen die gute Zusammenarbeit mit unserem Pflegeteam.

Auch die Eltern empfinden unsere regelmäßige zuverlässige Unterstützung als Entlastung – so können sie während Lilly im Kindergarten ist beruhigt und sorgenfrei ihrem Arbeitsalltag nachgehen.

Lea ist 2 Jahre alt und seit 8 Monaten an Krebs erkrankt.

Nach einem langen Krankenhausaufenthalt ist sie nun seit 1 Woche wieder zuhause und benötigt 1x am Tag eine Antithrombosespritze. Die Mutter möchte die Spritze nicht selbst geben, da sie nach all den Strapazen der bisherigen Therapiemaßnahmen die Beziehung zu Lea dadurch nicht belasten will. Um dies zuhause trotzdem zu ermöglichen, wurde von der Kinderklinik eine Betreuung durch unseren Pflegedienst organisiert. Unsere Mitarbeiterin kommt nun 1x am Vormittag zum Hausbesuch.

Lea wartet in der Regel schon an der Haustür und empfängt unsere Mitarbeiterin.
Sie hat Angst vor der Spritze und will eigentlich gar nichts mehr an sich machen lassen. Um ihre Angst zu mildern, hat sich die Mutter ein Spiel ausgedacht. Sie hat mit Lea eine „Spritzentasche“ für die Lieblingspuppe gepackt – der Inhalt ist identisch mit unserem Spritzenset. Bevor wir nun Lea die Spritze verabreichen können – bereitet sie selbst erst einmal alles fürs Spritzen ihrer Puppe vor. Systematisch, aufmerksam und sehr konzentriert wird nun die Puppe gespritzt – genau in der Reihenfolge wie Lea es sich von den Schwestern abgeschaut hat. Nun ist sie selbst an der Reihe: ruhig und geduldig setzt sie sich mit ihrer Puppe auf einen Stuhl und verfolgt angespannt wie die Kinderkrankenschwester ihre Spritze aufzieht, die Haut desinfiziert und sehr vorsichtig spritzt! Es gibt zwar ein leises „Aua“ – aber sie hat es wieder einmal geschafft – sie weiß halt, dass sie ebenso tapfer ist wie ihre Puppe!!

Nachdem alle Materialien, auch die von Lea, aufgeräumt sind, noch ein paar Worte gewechselt wurden, ist der heutige Hausbesuch beendet und man verabredet sich für den nächsten Tag.

Häusliche Kinderkrankenpflege Marburg e.V.
Alte Kasseler Str. 43
35039 Marburg

Mo – Fr: 9.00 – 15.00 Uhr (Bürozeiten)
Telefon: 06421 / 68 16 06
info@kinderkrankenpflege-marburg.de

 

 

Häusliche Kinderkrankenpflege Marburg e.V. 
Alte Kasseler Str. 43
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